Social TV: EU-Projekt will Nutzung sozialer Medien auf Second Screens vereinfachen

Facebook auf Philips Smart TV

Socialising Around Media, kurz SAM, nennt sich ein neues EU-Forschungsprojekt, das die Nutzung von Social Media auf Second Screens verbessern will. Neun europäische Unternehmen und Universitäten haben sich zusammengetan, um eine Plattform für den Austausch medialer Inhalte für soziale Medien zu entwickeln.

Damit sollen diese besser auf Second Screens genutzt werden können. Unterstützt wird das auf drei Jahre angelegte Vorhaben mit drei Millionen Euro von der EU.  Exklusiver TV-Partner bei SAM ist TP Vision, Hersteller der Philips Fernseher.

Konkret sollen mit dem Projekt Second-Screen-Szenarien und Content-Syndication-Technologien zusammengeführt werden. Das heißt mit SAM erhalten User als umfassendes Angebot zu dem Inhalt, den sie sich gerade ansehen, digitale Inhalte von unterschiedlichen syndizierten Quellen auf ihren angeschlossenen Geräten – Fernseher, Tablets und Smartphones.

Standards für die Bereitstellung von Social-Media-Inhalten sind bisher Fehlanzeige
Durch verknüpfte Geräte hat sich die Art und Weise geändert, wie Nutzer mit dem Medium interagieren – von unidirektional und passiv hin zu einer interaktiven Nutzung. Während des Fernsehens möchten Zuschauer zunehmend Kommentare zu einer Sendung platzieren bzw. sie empfehlen oder sie suchen nach dazugehörigen Informationen auf sogenannten Second Screens wie Smartphones, Tablets und Notebooks.

Bislang hat sich das Second-Screen-Phänomen auf unstrukturierte Weise entwickelt, ohne allgemeine Standards und gemeinsame Protokolle, die es den Benutzern ermöglichen, Wissenswertes zu den Inhalten des Fernsehprogramms zu finden und auf diese zuzugreifen. Die Benutzer müssen mit Hilfe von allgemeinen Tools wie z. B. Suchmaschinen und sozialen Medien das Internet durchsuchen.

Mit SAM sollen offene und standardisierte Möglichkeiten bereitgestellt werden, Inhalte interaktiv zu kennzeichnen und zu syndizieren.

Multidisziplinärer Ansatz von neun europäischen Partnern
Das SAM-Projekt, das vom FP7-ICT-Programm der Europäischen Union mitfinanziert wird, hat eine Laufzeit von drei Jahren bis Oktober 2016. An ihm sind neun europäische Unternehmen aus sieben Ländern beteiligt, einschließlich der Softwareunternehmen TIE Kinetix (Projektleitung), Ascora und Talkamatic, Forschungsorganisationen der technischen Universität Athen, der Universität von Reading und der Universität von Alicante sowie der medienbezogenen Unternehmen Deutsche Welle, BDS und TP Vision.

Das Projektkonsortium wird von zwei spanischen Schulen unterstützt, die an den endgültigen Verbrauchertests und der Validierung bei jungen Benutzern beteiligt sind.

Als erstes Ergebnis hat das SAM-Projekt eine Übersicht über seinen Ansatz für die Software-Architektur der geplanten SAM-Plattform dargelegt – bereits drei Wochen nach dem Projektstart.

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