Philips Social App: Twitter kommt ins Fernsehen

Nicht etwa direkt in eine Unterhaltungssendung, wo es dann singen und tanzen muss, sondern als zusätzliche, gleichzeitige Funktion. Sozusagen Meta.

Smart-TVs verfügen heute über genug Rechenkapazität, um den Nutzer durchs Internet wie auch durch Soziale Netzwerke surfen zu lassen. Die „Social App“ von Philips geht noch einen Schritt weiter und erlaubt uns, Twitter-Feeds anzusehen und selbst Tweets zu verfassen, während wir Nachrichten, Filme, Fernsehserien kucken. „Wir wissen, dass man spezielle Momente mit anderen einfach teilen will“, erklärt Albert Mombarg, der SmartTV-Chef bei Philips Television/TP Vision, in einem Smart-TV-Workshop die Integration der App. „Share your experience realtime”, bringt er es in Englisch auf den Punkt.

Bisher ging dabei nur entweder – oder, und wir mussten uns selbst bei noch so schlauen TV-Kisten entscheiden, ob wir lieber den Film sehen oder unseren Freunden davon erzählen wollten.

Gerade Twitter, dieses Soziale Kommentar-Netzwerk für Erwachsene in 8-Bit-Optik, eignet sich für schnelle Bemerkungen ideal – auch wenn der populäre Web-Dienst für den Fernseh-Bildschirm zunächst zu interaktiv scheint.

Deshalb haben die Philips-Ingenieure Twitter einfach fernsehtauglich gemacht: „Twitter selbst ist viel breiter als das, was wir in die Social App gepackt haben“, erklärt Mombarg. „Bei der Twitter-Nutzung auf dem Smart TV liegt der Fokus in erster Linie liegt auf dem ‚Sharing’ sowie dem Lesen der Twitter-Feeds und nicht so sehr auf dem aktiven Twittern und Kommentieren“, so der Holländer, der seine Tweets auch gern mittels der Philips MyRemote App auf dem Tablet schreibt.

Man klickt sich direkt über einen Button auf dem TV-Startscreen bei Twitter ein und „teilt“ damit sofort, was man anschaut – ohne noch irgendeinen Text einzugeben. Der Smart TV registriert das Programm, geht ins Netz und sucht nach dem Live-Twitter-Feed zum Thema. Der wird rechts neben dem eigentlich Fernsehbild eingeblendet oder bei Full-Screen-Bild überlappend wiedergegeben. In Realtime und ständig aktualisiert. Klar! „Wer will, kann auch die Tweets der eigenen Followers über den Screen laufen lassen“, sagt der Philips-Experte. Und man kann auch mehrere TV-Twitter-Accounts anlegen, einen für die ganze Familie etwa und einen persönlichen.

Allemal sollte mit der ebenfalls smarten Philips Remote Control das Twittern zu einem abendlichen Gemeinschaftsspaß werden. Die Fernbedienung ist übrigens schlau genug, zu merken, wo oben und unten ist, also kann man entweder Buchstaben tippen oder den Kanal wechseln. Aber nicht beides, und schon gar nicht versehentlich.

Eine entsprechende Funktion der „Social App“ ist auch für Facebook in Vorbereitung. Wir können gespannt sein, ob sich das bildlastige Teenager-Netzwerk genauso gut während spannender Krimi-Szenen navigieren lässt, wie das sehr übersichtliche Twitter.

Auf jeden Fall spart man sich so den zusätzlichen Laptop zum Social Surfen und hat damit wieder Freifläche auf dem Wohnzimmertisch gewonnen, die dann entweder mit persönlichen Fernsehutensilien befüllt wird, oder im Sinn eines Schöneren Wohnens tatsächlich freibleiben kann.

Moment, das muss ich sofort twittern: #SmartTV #WillkommenInDerGegenwart

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