Social TV: Fernsehen auf Facebook

Philips Smart TV der 6900er Reihe

Dass Fernsehen nach wie vor zu den wichtigsten Unterhaltungsmaschinen unserer Zivilisation gehört, brauchen wir nicht zu diskutieren, oder? Wahrscheinlich haben auch Facebook, Twitter, Google Plus, MySpace und all die anderen Social Networks zusammen nicht so viele “Nutzer” wie die Fernsehanstalten unseres Planeten.

Aber man kann eben im TV nicht so gut diskutieren wie auf der Online-Plattform. Bislang zumindest. Deswegen ist die Bedeutung der Sozialen Netzwerke für die Fernsehwelt so massiv – und auch massiv unterschätzt. Und deswegen holen die TVs der neuesten Generation („Smart TVs“ mit Internet-Anbindung) die populären Web-Dienste der Social Networks nun einfach auf den Fernsehbildschirm.

Und zwar per „Social App“: Damit machen esPhilips Smart-TVs von TP Vision möglich, gleichzeitig zu fernsehen und auf einer Social-Media-Plattform einen Kommentar zu posten beziehungsweise Diskussionen über die Lieblingsserie oder Show zu folgen. Mit Twitter geht das bereits, ein entsprechender Facebook-Zugang ist nur noch eine Frage der Zeit.

Mittlerweile wird auch der “Social Buzz”, also der Grad der Aufregung um bestimmte Unterhaltungsthemen auf den bekannten Plattformen, von Agenturen wie Goldmedia geprüft. So wie sich ja Medienkonzerne seit Jahren die Download-Charts der (mehr oder weniger legalen) Filesharing-Plattformen holen, um den Publikumsgeschmack besser einschätzen zu können.

Obwohl erst 45 Prozent der deutschen TV-Sendungen eigene, offizielle Facebook-Seiten haben (von anderen Plattformen wie Twitter und G+ ganz zu schweigen), ist die Zunahme von Fans, Kommentaren, Verlinkungen (“Likes”) ein deutlicher Indikator für die öffentliche Wahrnehmung der Filme, Serien und Shows.

So listet der aktuelle “Social-TV-Monitor” für Anfang Oktober die RTL-2-Soap „Berlin – Tag & Nacht“ als Chartkönig, gefolgt von „K11 – Kommissare im Einsatz“ vor „The Dome“ und „Das Supertalent“. Danach Vivas „Party, Bruder“ und schließlich „GZSZ“ vor „Wetten, dass…“.

Na ja, Facebook eben. Und das ist die Zukunft?

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